DahrendorffImmobilien

Immobilie verkaufen in Hamburg

Hamburgs Immobilienmarkt hat 2025 wieder angezogen: 10.120 Kaufverträge nach 9.089 im Vorjahr, Eigentumswohnungen kosteten im Mittel 6.345 Euro je Quadratmeter. Verkäufer vermieteter Wohnungen und Mietshäuser sollten Mietpreisbremse, die stadtweite Genehmigungspflicht für Umwandlungen und die Sozialen Erhaltungsverordnungen kennen. Wir verkaufen klassisch oder entwickeln ein Verkaufskonzept, wenn Erbe, Trennung, Finanzierung oder der Wunsch zu bleiben eine einfache Lösung verhindern.

Hamburg ist eine Stadt der Mieter und der Eigentümergemeinschaften. Laut Zensus 2022 waren 77,1 Prozent der 985.422 Hamburger Wohnungen vermietet, nur 20,8 Prozent wurden von ihren Eigentümern selbst bewohnt. 18,7 Prozent aller Wohnungen gehörten einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern, weitere große Anteile kommunalen Unternehmen und Genossenschaften. Wer hier verkauft, verkauft deshalb oft eine Wohnung mit Mieter oder einen Anteil an einem aufgeteilten Haus. Das Regelwerk ist entsprechend dicht: Mietpreisbremse bis Ende 2029, Genehmigungspflicht für Umwandlungen im ganzen Stadtgebiet und Soziale Erhaltungsverordnungen in einzelnen Quartieren.

Was der Hamburger Markt 2025 zeigt

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Hamburg wertet im Immobilienmarktbericht Hamburg 2026 die beurkundeten Kaufverträge des Jahres 2025 aus. Die Zahl der Verträge stieg auf 10.120, nach 9.089 im Jahr 2024. Das Niveau von 2021 ist damit noch nicht wieder erreicht. Die Kennzahlen für Wohnimmobilien:

  • Eigentumswohnungen: 5.860 Kaufverträge einschließlich Teileigentum. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 6.345 Euro, 1 Prozent über dem Vorjahr, lage-, größen- und ausstattungsbereinigt bei plus 5 Prozent.
  • Ein- und Zweifamilienhäuser: Median rund 565.000 Euro, bereinigt plus 1 Prozent. Der Gutachterausschuss spricht von einer Seitwärtsbewegung.
  • Neubau: Neu errichtete Eigentumswohnungen in mittlerer Lage kosteten rund 8.400 Euro je Quadratmeter.

Für Grundstücke sind die Bodenrichtwerte die wichtigste Orientierung. Hamburg veröffentlicht sie kostenfrei in BORIS.HH. Zum Stichtag 01.01.2026 sanken sie für Einfamilienhausbauplätze im Hamburger Durchschnitt um 5 Prozent, für Geschosswohnungsbauplätze um 4 Prozent. Wer ein Haus mit großem Grundstück verkauft, sollte diese Entwicklung beim Angebotspreis einrechnen.

Mietpreisbremse und Kappungsgrenze in Hamburg

Drei von vier Hamburger Wohnungen sind vermietet, entsprechend oft entscheidet die Miete über den Kaufpreis. In Hamburg gilt die Mietpreisbegrenzungsverordnung ab 01.01.2026 bis 31.12.2029 flächendeckend im gesamten Stadtgebiet. Bei einer Neuvermietung darf die Miete damit in der Regel höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Für laufende Mietverhältnisse ist die Kappungsgrenze für ganz Hamburg auf 15 Prozent in drei Jahren abgesenkt, die Verordnung gilt vom 01.09.2023 bis 31.08.2028.

Für Verkäufer folgt daraus zweierlei. Erstens zahlt ein Kapitalanleger für eine vermietete Wohnung nur den Preis, den die rechtlich erreichbare Miete trägt. Mieterhöhungspotenzial, das an der Kappungsgrenze endet, gehört nicht in die Kalkulation. Zweitens erreicht eine bezugsfreie Wohnung auch Selbstnutzer, eine vermietete vor allem Kapitalanleger. Ob sich das Warten auf einen Auszug lohnt oder ein Verkauf mit Mieter besser passt, rechnen wir mit Ihnen an Ihrer konkreten Wohnung durch.

Wer nach dem Verkauf bleiben möchte, schließt beim Modell Kaufen und zurückmieten einen neuen Mietvertrag. Auch dafür klären wir vorab, wie die Hamburger Mietpreisbremse darauf wirkt.

Umwandlung, Erhaltungsgebiete und Wohnraumschutz

Seit dem 13.11.2021 gilt in ganz Hamburg eine Genehmigungspflicht nach § 250 BauGB für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Zum 01.01.2026 trat eine neue Verordnung in Kraft, nach Angaben des Bezirksamts Hamburg-Nord gilt sie bis 31.12.2030. Betroffen sind Wohngebäude mit mehr als fünf Wohnungen, die am 13.11.2021 bereits bestanden. Die Genehmigung muss unter anderem erteilt werden, wenn das Grundstück zu einem Nachlass gehört und Wohnungseigentum für Miterben begründet werden soll, beim Verkauf an Familienangehörige zur Eigennutzung oder an mindestens zwei Drittel der Mieter. Für eine Erbengemeinschaft kann das der Schlüssel zur Aufteilung sein. Das sollte im Einzelfall rechtlich geprüft werden.

Zusätzlich gibt es Soziale Erhaltungsverordnungen. In diesen Gebieten sind Abbruch, wohnwertsteigernde Modernisierungen und Nutzungsänderungen genehmigungspflichtig, und die Stadt hat beim Verkauf ein Vorkaufsrecht. Im Bezirk Hamburg-Nord gelten solche Verordnungen etwa seit dem 30.07.2025 für Barmbek-Nord, Barmbek-Süd und die Jarrestadt. Der Käufer kann das Vorkaufsrecht abwenden, wenn er sich vertraglich zu zielkonformem Verhalten verpflichtet.

Das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz wertet Leerstand und Abbruch als Zweckentfremdung. Steht eine Wohnung vor dem Verkauf länger leer, sollten Sie das mit dem Bezirksamt klären.

Wie wir einen Hamburger Verkauf aufsetzen

Käufer zahlen in Hamburg 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer auf die Gegenleistung, in der Regel den Kaufpreis. Bei einer Eigentumswohnung zum Hamburger Durchschnittspreis von 515.000 Euro sind das gut 28.300 Euro zusätzlich. Diese Summe kommt auf den Kaufpreis obendrauf und begrenzt, was ein Käufer für die Wohnung selbst bieten kann.

Eine Hamburger Besonderheit betrifft Eigentümer von Grundstücken, die mit einem Erbbaurecht belastet sind. Der Gutachterausschuss hat Verkäufe solcher Grundstücke unter Privaten aus den Jahren 2009 bis 2023 untersucht: Im Mittel wurden nur 42 Prozent des unbelasteten Bodenwerts erzielt. 2025 wurden in Hamburg 42 solcher Grundstücke verkauft.

Wir prüfen jede Hamburger Anfrage persönlich und sagen offen, ob und wie wir helfen können. Ist die Lage einfach, verkaufen wir klassisch. Sonst entwickeln wir ein Konzept: einen Verkauf mit Wohnrecht, einen Teilverkauf oder den Ankauf durch uns selbst oder mit Investoren, etwa bei Trennung oder laufender Finanzierung. Je mehr Absicherung Sie für das Wohnen behalten, desto niedriger fällt der Kaufpreis aus. Bei kurzer Haltedauer gehört die Spekulationssteuer vorab auf den Tisch. Alle Wege finden Sie unter Verkaufskonzepte, den Einstieg über unser Kontaktformular.

So helfen wir Verkäufern in Hamburg

  • Klassischer Verkauf: Bewertung, Exposé, geprüfte Interessenten, Begleitung bis zum Notar.
  • Verkaufskonzepte: Wenn Finanzierung, Familie oder Wohnsituation es kompliziert machen, bauen wir einen eigenen Weg, etwa Kaufen und zurückmieten.
  • Ankauf: Wir kaufen selbst oder mit Investoren aus unserem Netzwerk, egal wie groß das Objekt ist.

Häufige Fragen zum Verkauf in Hamburg

Was kostet eine Eigentumswohnung in Hamburg im Durchschnitt?

Laut Immobilienmarktbericht Hamburg 2026 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis verkaufter Eigentumswohnungen 2025 bei 6.345 Euro, der durchschnittliche Gesamtkaufpreis bei 515.000 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 1 Prozent, bereinigt um Lage, Größe und Ausstattung von 5 Prozent. Für Ihre Wohnung entscheiden Lage, Zustand und Vermietung.

Darf ich in Hamburg ein Mietshaus aufteilen und die Wohnungen einzeln verkaufen?

Für Wohngebäude mit mehr als fünf Wohnungen, die am 13.11.2021 schon bestanden, braucht die Begründung von Wohnungseigentum in ganz Hamburg eine Genehmigung nach § 250 BauGB. Sie muss unter anderem bei Erbauseinandersetzungen zugunsten von Miterben, beim Verkauf an Familienangehörige zur Eigennutzung oder an mindestens zwei Drittel der Mieter erteilt werden. Lassen Sie den konkreten Fall vorab rechtlich prüfen.

Hat die Stadt Hamburg beim Verkauf meines Hauses ein Vorkaufsrecht?

In Gebieten mit Sozialer Erhaltungsverordnung besteht beim Verkauf ein Vorkaufsrecht der Stadt, zum Beispiel in Barmbek-Nord, Barmbek-Süd und der Jarrestadt. Der Käufer kann es abwenden, wenn er sich vertraglich zu zielkonformem Verhalten verpflichtet. Ob Ihr Haus in einem solchen Gebiet liegt, lässt sich über hamburg.de anhand der Adresse prüfen.

Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Hamburger Grundstück?

Kostenfrei in BORIS.HH, der Bodenrichtwertkarte des Gutachterausschusses im Geoportal Hamburg. Zum 01.01.2026 sanken die Werte für Einfamilienhausbauplätze im Durchschnitt um 5 Prozent. Für Ihr Grundstück zählt der Wert der jeweiligen Zone, nicht der Durchschnitt.

Quellen (Stand 31.10.2026)